Der älteste Beleg für die Existenz einer jüdischen Gemeinde auf deutschem Boden stammt aus Köln aus dem Jahr 321. Das ist Anlass, bundesweit ein Festjahr zu 1.700 Jahren jüdisches Leben in Deutschland zu begehen. Die kulturellen Einrichtungen der Stadt Monheim am Rhein werden dazu über das Jahr hinweg mehrere Veranstaltungen durchführen. Den Auftakt bildet ein kostenloser Online-Vortrag der Volkshochschule über Jüdisches Leben in Köln. Er findet am Dienstag, 23. März, statt. Beginn ist um 18 Uhr.
Reichhaltige archäologische Funde aus römischer und mittelalterlicher Zeit sowie zahlreiche Quellen aus der jüngeren Vergangenheit sind Zeugnisse, die über das Zusammenleben von Juden und Christen erzählen und die wechselhafte Geschichte dieses Nebeneinanders über die Jahrhunderte belegen. Anschaulich und mit zahlreichen Belegen wird Referent Thomas Otten diese Entwicklung nachzeichnen – von Annäherungen bis zu heftigen Zäsuren sowie den damit einhergehenden Konsequenzen für das Jüdische Leben.
Der Alltag und das jüdische Leben im Mittelalter werden aus gesellschaftlicher und politischer Sicht betrachtet. So bietet der Vortrag einen anschaulichen Überblick darüber, was jüdisches Leben bedeutete und was diese Geschichte heute bedeutet. Thomas Otten, Gründungs- und Museumsdirektor des „MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“, wird anschaulich durch die Vielschichtigkeit dieser Geschichte führen und im Anschluss für Fragen zur Verfügung stehen.
Eine Anmeldung für den Online-Vortrag ist erforderlich. Diese kann unter www.vhs.monheim.de oder per E-Mail an vhs@monheim.de vorgenommen werden (Kurs-Nummer 21S1201). Die Teilnehmenden erhalten einen Zugangscode, um von einem beliebigen internetfähigen Gerät aus den Vortrag verfolgen zu können. Als Browser sollten dabei Chrome oder Firefox eingesetzt werden. (nj)