Volkshochschule lädt mit mehr als 30 Angeboten im Internet zur Weiterbildung zu Hause ein

Vorträge zu Rassismus, Völkerrecht, Kultur in der Pandemie und Jugendlichen, die die Welt verändern

Insgesamt 24 Online-Vorträge finden in diesem Halbjahr im Rahmen der kostenfreien Reihe „VHS Wissen live“ statt. Foto: Tim Kögler

Auf der Yoga-Matte entspannen, mit Experten über Rassismus oder Völkerrecht diskutieren und sich beim Lernen einer neuen Sprache auf den nächsten Urlaub freuen – die unterschiedlichen Angebote der städtischen Volkshochschule bereichern den Alltag zahlreicher Monheimerinnen und Monheimer. Seit November sind die Türen an der Tempelhofer Straße geschlossen, im Internet finden aber weiterhin rund 30 Kurse und Vorträge statt. In einigen sind noch Plätze frei.

Für das digitale Angebot gibt es auf der Internetseite der VHS die neue Kategorie [extern]„Online-Kurse und Online-Vorträge“. Neben Yoga-Kursen sind hier auch Sprachkurse aufgelistet, darunter Englisch, Niederländisch, Italienisch und Japanisch. „Die Kurse sind in der vergangenen Woche gestartet. Je nach Vorkenntnis ist der Einstieg aber auch jetzt noch möglich“, lädt VHS-Leiter Christoph Leven ein.  Die Dozentinnen und Dozenten der Sprachkurse arbeiten mit der VHS-Cloud, einem Lernmanagement-System (LMS) für die Volkshochschulen. „Das LMS bietet unseren Dozenten und Teilnehmenden zahlreiche Möglichkeiten, die Konferenztools in dieser Form nicht haben, zum Beispiel das Einbeziehen von Lernmaterialien und der Austausch zwischen Terminen. Die Rückmeldungen sind sehr positiv und ich freue mich sehr, dass die Dozierenden die Möglichkeiten gern nutzen“, sagt Leven.

Konferenztools wie Jitsi oder Zoom werden bei den zahlreichen Einzelvortragsveranstaltungen eingesetzt. Insgesamt 24 Veranstaltungen finden in diesem Halbjahr im Rahmen der kostenfreien Reihe „VHS Wissen live“ statt. Am Donnerstag, 11. Februar, 19.30 bis 22 Uhr, geht es um militärische Interventionen und Völkerrecht (Kursnummer 21S1705). PD Dr. iur. Paulina Starski, Referentin am Max-Planck-Institut, beschäftigt sich mit der Frage, unter welchen Umständen das Völkerrecht militärische Interventionen erlaubt. Das Völkerrecht verbietet es Staaten, in ihren Beziehungen Gewalt auszuüben. Allerdings dürfen Staaten sich gegen bewaffnete Angriffe verteidigen oder militärischen Interventionen externer Akteure zustimmen. Vor dem Hintergrund der Interventionen in Libyen und Syrien diskutieren die Teilnehmenden, wann Interventionen ein Gebot sind – und wann eine Gefahr.

Ein Vortrag für Jugendliche findet am Freitag, 19. Februar, von 21 bis 23 Uhr statt. Christine und Benjamin Knödler haben Jugendliche im Kampf für eine bessere Welt porträtiert und stellen sie beim Vortrag „Young Rebels – 25 Jugendliche, die die Welt verändern“ (Kursnummer 21S1726) vor. Greta Thunberg löst mit 16 Jahren mit ihrem Schulstreik weltweite Klimaproteste aus. Netiwit Chotiphatphaisal gründet mit 14 Jahren eine Zeitung, um sich in Thailand für Demokratie, Redefreiheit und eine Bildungsreform einzusetzen. Malala Yousafzai bloggt mit 11 Jahren über die Unterdrückung der Frauen in Pakistan. Und Felix Finkbeiner entwickelt in der 4. Klasse seine Idee, dass Kinder in jedem Land eine Million Bäume pflanzen sollten. Nach dem Vortrag der Autoren wird im Chat diskutiert, welche Geschichten die Teilnehmenden besonders mutig und bemerkenswert finden und wer ein echtes Vorbild ist.

Um die vielfältigen Formen von Rassismus in den USA (Kursnummer 21S1706) geht es am Montag, 22. Februar, von 19.30 bis 22 Uhr. Der Rassismus gegenüber Schwarzen, Juden, Iren oder Asiaten zählt gemeinhin als die Ursprungssünde der Demokratie in den Vereinigten Staaten. Michael Hochgeschwender, Professor an der LMU München, beleuchtet in seinem Vortrag die historischen Wurzeln und fragt, was systemischer Rassismus in der Gegenwart der USA trotz aller Erfolge der Bürgerrechtsbewegungen konkret bedeutet.

Kulturinteressierte können am Dienstag, 23. Februar, 19.30 bis 22 Uhr, darüber diskutieren, was von der Kultur nach Corona (Kursnummer 21S1713) bleibt. Weil viele Konzerte, Kabarett-Veranstaltungen, Lesungen und Theatervorführungen nicht stattfinden können, bangen Künstlerinnen und Künstler nun um ihre Existenz. Die Journalisten Alexander Gorkow und Laura Hertreiter von der Süddeutschen Zeitung fragen, wie die Gesellschaft in der Krise mit der Kultur umgeht. Geht in der Pandemie ein Gutteil der kulturellen Substanz verloren?

Die Teilnahme an den Vorträgen der Reihe „VHS Wissen live“ ist kostenfrei, Anmeldungen sind aber erforderlich. Anmeldungen werden im Internet unter [extern]http://www.vhs.monheim.de oder mit Angabe der Kursnummer per E-Mail an [E-Mail]vhs@monheim.de entgegen genommen. Nach der Anmeldung erhalten Interessierte einen Zugangscode, um von einem beliebigen internetfähigen Gerät aus den Vortrag verfolgen zu können. (bh)

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